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Beispiele solcher Auswaschwirkung finden sich (ausser bei Oehme, s. vorausgehende Fussnote) bei O. B. Meyer (Adrenalin; Zeitschr. f. Biol.50, 93, 1908), P. Trendelenburg (als „Ausspülungswirkung“ nach Arecolin und Pilocarpin; Arch. f. exp. Pathol. u. Pharmakol.69, 79. 1912), O. Neukirch (als „Ausspülungswirkung“ nach Pilocarpin; Pflügers Arch. f. d. ges. Physiol.147, 153. 1912) und bei Kuyer und Wijsenbeek (nach Physostygmin, Pilocarpin, Muscarin, Tyramin, Adrenalin, Histamin; ebenda154, 16, 1913). Mit demparadoxen Ausfall der Auswaschwirkung (vgl. hierzu auch die folgenden Seiten) haben sich besonders beschäftigt: Tashiro (Tokohu Jl. of exp. Med.1, 387, 1920), der die Erscheinung als „exodic effect“ bezeichnet und zwischen exodischer Erregungs- und Hemmungswirkung unterscheidet; er fand exodische Erregung für viele Alkaloide, aber z. B. für Adrenalin Erregung beim Auswaschen auch dort, wo die Anflutung, das Einströmungspotential, hemmende Wirkung hatte; ferner Ando (Kyoto Igaku Zasshi13, 560, 1916; zit. nach Tashiro), der als Auswaschwirkung des Kokains am Froschherz eine Erregung sah, während die Einwanderung = Anflutung lähmt; endlich L. Jendrassik (Biochem. Zeitschr.148, 116, 1924); er bezeichnet die Auswaschwirkung als „Diminutionswirkung“ gegenüber der als „Augmentationswirkung“ bezeichneten des einwandernden, anflutenden Stoffes, und er konnte zwar für K+, Ca++ und Mg++ eine Diminutions-(=Auswasch-) Wirkung finden, ihr Erfolg war aber ebenfalls nicht immer gleichsinnig mit dem der „Augmentation“.